Deutschland, Finnland 2016 / Dokumentarfilm / 110 Minuten / Regie: Kirsi Marie Liimatainen / ab 12 Jahren freigegeben

»Mein Dokumentarfilm „Comrade, Where Are You Today?“ ist eine persönliche Reise durch Zeit und Raum – von der Überzeugung der internationalen Solidarität bis zur Enttäuschung über eine ideallose Welt und der ewigen Suche nach Gerechtigkeit.« Kirsi Marie Liimatainen

comrade1988 fliegt die zwanzigjährige Finnin Kirsi Marie Liimatainen in die DDR, um die Lehren von Marx und Lenin zu studieren. In ihrer Heimatstadt Tampere hatte sie Häuser besetzt, jetzt trifft sie an der FDJ-Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“ am Bogensee in der Nähe Berlins auf Gleichgesinnte aus über achtzig Ländern. Sie sind Funktionäre, Befreiungskämpfer oder linke Aktivisten. Darunter auch „Illegale“, die aus dem Untergrund kommen und zum Schutz Decknamen tragen. Lauter junge Menschen, vereint in ihrer Hoffnung auf eine bessere Welt. Doch während die Studenten die internationale Solidarität hochleben lassen, weckt der sozialistische DDR-Alltag Zweifel, ob die Theorie in der Praxis bestehen kann. Im Sommer 1989 endet das Studienjahr, die Studenten verteilen sich wieder in der ganzen Welt. Wenige Monate später fällt die Berliner Mauer.

Über zwanzig Jahre später sucht Kirsi, die heute Filmemacherin ist, ihre Kameraden von damals. Sie will wissen, was in einer globalisierten Welt übrig geblieben ist vom großen Traum der Revolution. Sind die alten Ideale von Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität nichts mehr wert? „Comrade, Where Are You Today?“ nennt sie ihren Dokumentarfilm, der sie rund um den Globus führt – nach Bolivien, Chile, in den Libanon und nach Südafrika. Dabei entsteht ein einzigartiger Blick auf Geschichte und Gegenwart linker Bewegungen.

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  1. 70er Jahre in Tampere, Finnland: Kirsi an der Hand ihrer Großmutter bei ihrer ersten Mai-Demo im Leben. Copyright: Ilanga Films

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  1. 1987: Kirsi mit 18 Jahren bei einer Demo gegen Shell. Die Flagge wurde in der Nacht an der Tankstelle geklaut und mit einem Totenkopf bemalt. Copyright: Minna Lehtinen

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  1. Kirsi studiert von September 1988 bis Juli 1989 an der FDJ-Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“ in der DDR die Lehren von Marx und Lenin. Wenige Monate nach Ende des Studienjahrs fällt im Herbst die Berliner Mauer. Copyright: Ilanga Films

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  1. Die Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“ am Bogensee war in der DDR das hochrangigste Ausbildungszentrum des Zentralrates der FDJ. Das Schulgelände lag abgeschieden mitten im Wald und war wie ein kleines Dorf mit Kindergarten, Post, Bar, Disco, Kino, Sporthalle und Restaurant. Am Tor musste man seinen Ausweis vorzeigen – für jeden war dieses „Idyll“ nicht zugänglich…Copyright: Ilanga Films

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  1. 1988: Kirsi in einem Jugendclub in Dresden bei einem ihrer privaten (und eigentlich verbotenen) Ausflüge raus aus der Jugendhochschule. Die Leute, die sie dort kennenlernt, sind weder in der FDJ noch halten sie viel vom Sozialismus. Sie wollen weg in den Westen…Copyright: Ilanga Films

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  1. Kirsi 1988 in Dresden. Copyright: Ilanga Films

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  1. Kirsi (mittig) inszeniert an der Jugendhochschule ihr erstes eigenes Theaterstück. Nach Ende des Studienjahrs im Sommer 1989 wird sie selbst dann auch keine Funktionärin einer linken Jugendorganisation, sondern studiert in Finnland Schauspiel an der Theaterhochschule. Copyright: Kerstin El-Sayed

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  1. Nabil von der Libanesischen Delegation an der Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“. Che Guevara war damals Nabils Vorbild. Er selbst war auch bewaffnet im Bürgerkrieg im Libanon. Heute sieht er das kritisch und sagt, dass sie friedlich hätten kämpfen müssen. Copyright: Kerstin El-Sayed

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  1. Kirsi kannte Marcelino von der Chilenischen Delegation nur unter seinem Decknamen Esteban. Bevor er in die DDR kam, lebte er in Australien im Exil. Heute kann er nach dem Ende der Diktatur in Chile wieder seinen richtigen Namen, Marcelino, benutzen. Copyright Marcelino Meneses

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  1. Regisseurin Kirsi Marie Liimatainen. Copyright: Ilanga Films

Download und Weitergabe des Bild- und Textmaterials bedarf der ausdrücklichen Genehmigung der Copyrightinhaber.

Pressekontakt:

W-film Distribution, Senta Koske

+49 (0) 221 222 19 92, senta.koske@wfilm.de

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