http://www.au-fil-des-nuages.net

Ein Theaterstück (k)reist auf Deutsch und auf Französisch
• Berlin – Paris 2016 mit dem Fahrrad •

Das Stück

Kreise1Maria und Pierre, ein Paar im realen Leben, Kollegen bei der Arbeit, sind Schausteller zweiten Ranges. Sie betreiben ein Karussell und veranstalten kleine Zirkus-nummern für Kinder… Doch Maria hat davon genug. Sie möchte ein neues Leben, mehr Geld zum Reisen und zur Erfüllung Ihrer Träume. Er aber bewegt sich nicht vom Fleck: ein Sandkastenpoet, zufrieden mit seinem Leben; einer, der sich lieber Zeit lässt, das Leben genießt und eine ruhige Kugel schiebt. So kommt es zu einer heftigen Auseinandersetzung. Die Fetzen fliegen… Da sie sich aber lieben und im Grunde dieselben Wünsche teilen, findet der Disput einen ungeahnten Ausgang, dessen privilegierter und tatkräftiger Zeuge das Publikum sein wird.Manèges (Kreise) ist kein Clowns- bzw. Zirkusstück. Die Zirkuswelt spielt lediglich im Beruf der Protagonisten eine Rolle. Die Handlung findet außerhalb der Arbeitszeit, also im Privatleben der Figuren statt. Es ist ein Stück über ein Paar. Es ist amüsant, manchmal schmerzend, tiefgründig und optimistisch zugleich. Die Auseinandersetzung ist lustig, exzessiv, liebevoll. Das Ende voller Fantasie.

À propos

Kreise3Wir sind eine junge, professionelle, deutsch-französische Theatercompagnie. Seit sechs Jahren spielen wir unsere Stücke (Theater und Café-Theater) sowohl komplett auf Deutsch als auch komplett auf Französisch (zu zweit oder zusammen mit anderen Schauspielern. Alle Informationen über uns finden Sie auf unserer Homepage: http://www.au-fil-des-nuages.net

Der französische Verlag À verse (www.a-verse.org) veröffentlicht den Text unseres Theaterstückes Manèges (Kreise) demnächst auf Deutsch und auf Französisch. À verse ist eine Literaturzeitschrift, deren Anliegen es ist, die „neuen Talente der zeitgenössischen Lyrik zu fördern”. Seit fünf Jahren hat sie Gedichte, Monologe und Rezensionen von Clément Labail veröffentlicht. Manèges, von Clément Labail nach einer Idee von Christina Gumz geschrieben, ist das zweite Buch, das À Verse in der neu gegründeten Rubrik Aparté herausbringen wird.

Die Inszenierung, die Sprachworkshops und die zum Inhalt des Stückes passende Fahrradtournee, begleiten die Veröffentlichung des Textes. Begleitend zur Veröffentlichung planen wir eine Fahrradtournee zwischen Berlin und Paris. Diese Tournee wird ergänzt durch Theaterworkshops für Groß und Klein, die auf dem Erlernen und Praktizieren der jeweils fremden Sprache beruhen.

Philosophie

Kreise2Wir gehen von dem Text in einer Sprache aus, übersetzen diesen und spielen ihn dann in beiden Sprachen. Das entspricht unserem Wunsch, sich auf fremdes Terrain zu begeben, um kreativ zu sein und einen direkten Bezug zum Publikum aufzubauen. Die Stücke wenden sich an ein breitgefächertes, theaterinteressiertes Publikum und nicht ausschließlich an „deutsch-französische” Zuschauer.

Zwischen einer „Globalisierung“, die dazu neigt, Geschmäcker, Farben, Sprachen und Bestrebungen zu vereinheitlichen, und einer Bewegung des Rückzugs, die sich oftmals durch einen beunruhigenden Nationalismus und/ oder einen verschärften Glauben ausdrückt, möchte sich unser Projekt in eine Bewegung einreihen, die dem Fremden gegenüber zugewandt ist, dem, was uns voneinander unterscheidet, anders ist. Ein anderes Land, andere Bräuche… Wir möchten jedes Stück auf Deutsch und auf Französisch spielen, die Idee verfolgen, aus sich selbst, aus seiner Kultur, seiner Sprache hinauszugehen – und ein fremdes Territorium zu bereisen, nicht aber um den anderen das Eigene aufzubürden, sondern um in die anderen Kulturen einzutauchen. Dasselbe Stück in zwei verschiedenen Sprachen zu spielen, zwischen zwei Sprachen zu arbeiten – die eine vertraut, die andere fremd – soll nicht zu einer „Performance” werden, sondern viel eher eine Geste der Offenheit darstellen, eines „Sich-auf-etwas-zu-bewegen“. Von der gewohnten Sprache Abstand nehmen, um einer anderen „Musik“ zu lauschen, sich gegenseitig zu bereichern und vielleicht einen neuen Blick auf die Welt und die Dinge zu werfen.

Text: Clément Labail

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